Wie gut kennen Sie Ihre Zielgruppen?

Personas als Zielgruppen

Eine Entdeckungsreise mit Ansätzen des Design Thinking.

Nonprofit-Organisationen wie Vereine und Stiftungen verstehen Marketing anders als die Privatwirtschaft: nicht als reines Instrument zur Förderung des Verkaufs, sondern als Beziehungspflege zu wichtigen Anspruchsgruppen/Zielgruppen. Auch in diesem Verständnis kommt keine Organisation darum herum, auf ihre Angebote aufmerksam zu machen, damit diese genutzt werden. Um herauszufinden, welche Massnahmen dafür geeignet sind, haben wir mit einem Kunden Ansätze der Design Thinking-Methode verwendet. Wir haben nicht nur spannende und umsetzbare Ideen gefunden; die Arbeit hat richtig Spass gemacht!

Wer sind sie? – die Definition der Zielgruppe

Zunächst haben wir Fakten zu unserer Zielgruppe zusammengetragen um sie besser kennen zu lernen. Damit für die Arbeitsgruppe diese Fakten greifbarer wurden, haben wir dazu sogenannte Personas[1] erstellt und definiert. So sind Hugo, Manuela, Kathrin, Sybille, Nadire, Rüdiger, Tschan und Bastian entstanden. In Workshops haben wir die verschiedenen Personas definiert. Wie alt sind sie? Wo arbeiten sie? Warum benötigen sie das Angebot unseres Kunden? In welchen Settings müssten sie von dem Angebot hören, damit sie auch wirklich danach greifen?

Das erste Aha-Erlebnis war, dass wir es tatsächlich geschafft haben, die Vielzahl von Menschen, die das Angebot beanspruchen könnten, anhand weniger charakteristischer Personas zu beschreiben. Wir haben gemerkt, dass wir noch x andere Personas mit unterschiedlichen Details ausarbeiten könnten, die wichtigsten Ansatzpunkte bei den Massnahmen aber stets in denselben Bereichen zu finden wären.

Daraus liessen sich verschiedene Themencluster bilden, die entlang eines Entscheidbaumes zur Prioritätensetzung geführt haben.

Viele kreative Ideen für Massnahmen – und jetzt?

Die Arbeit mit den Personas verlief nie linear. Obwohl wir Tschan bereits fertig definiert hatten, haben wir ihn später doch aus unserer Arbeit rausgenommen. Auf einmal sind wir von der Arbeit an möglichen Erstkontakten mit dem Angebot bei ergänzenden Angeboten gelandet und dann wieder bei der Ausgangsfrage.

Das Fazit sieht in Bezug auf die Massnahmen wie folgt aus:

  • Bereits vorhandene Kontakte (Vertrauenspersonen als Informationsvermittler) müssen auch für dieses Angebot direkt angesprochen werden, auch wenn der Kunde sie hierfür gar nicht auf dem Radar hatte.
  • Es kommen neue Vertrauenspersonen zur Informationsvermittlung hinzu. Dieser Punkt ist insbesondere spannend, weil diese Kontakte von der Organisation bisher noch nicht bearbeitet und erst durch die Auseinandersetzung mit der Zielgruppe aufgedeckt wurden.
  • Ganz neue potenzielle Themencluster haben sich ergeben, die die Organisation noch weiter analysieren möchte.
  • Die Kernbotschaft wurde angepasst

Die umfassende Auseinandersetzung mit den Personas hat nebst den geeigneten Kontaktpunkten und Massnahmen zudem weitere Ideen für die Dienstleistung an sich generiert:

  • Durch das In-die-Person versetzen, sind sinnvolle Angebotserweiterungen entdeckt worden
  • Wir haben festgestellt, dass es nicht nur Massnahmen für den Initialkontakt braucht, sondern auch «Durchhaltemassnahmen» bis zum nachhaltigen Erfolg.

[1] Personas sind fiktive Nutzer der Zielgruppe Ihres Produktes und wie die realen Nutzer haben sie Bedürfnisse, Fähigkeiten und Ziele. Sie stellen nicht den Durchschnitt der Masse dar – sie sind spezifische Personen, die Muster im Nutzerverhalten deutlich machen (Quelle: https://www.usability.de/leistungen/methoden/personas.html, konsultiert am 11. Mai 2020)

Weitere Beiträge

„Lernen von Seinesgleichen“ von Gastautor Kuno Roth

Die B'VM freut sich mit Kuno Roth einen ersten Gastblogger begrüssen zu dürfen, der in Zukunft seine Erfahrungen im Bereich des organisationalen Lernens mit Ihnen teilen wird. Warum zwei Drittel aller beruflichen Weiterbildungen nicht ihren Zweck erfüllen und was man besser machen könnte, lernen wir von Kuno Roth.

Job
Geschäftsleiterin oder Geschäftsleiter (60-80%)

Die Stiftung für preisgünstigen Wohnraum Basel-Stadt bezweckt preisgünstigen Mietwohnraum und preisgünstige Räumlichkeiten für Kleinbetriebe zu erhalten bzw. zu schaffen und bereitzustellen. Die im 2021 ins Leben gerufene Stiftung befindet sich im Aufbau. Per sofort oder nach Vereinbarung sucht die Stiftung für preisgünstigen Wohnraum Basel-Stadt eine/n Geschäftsleiterin oder Geschäftsleiter.

Job
Projektleiter/in Bauherr (80-100%)

Die Familienheim-Genossenschaft Zürich (FGZ) ist eine gemeinnützige Wohnbaugenossen-schaft, die bezahlbaren und attraktiven Wohnraum für alle Generationen erstellt und vermietet. Als grosse Siedlungsgenossenschaft prägt sie mit nahezu 2300 Wohn- und einigen Gewerbeobjekten im Zürcher Stadtkreis 3 das Leben im Quartier Friesenberg positiv.

Job
Betriebsinformatiker:in EFZ oder Informatiker:in EFZ 50-60%

Die B’VM erbringt Beratungs- und Service-Leistungen für Verbände und andere Nonprofit-Organisationen. Zur Unterstützung unseres Teams am Standort Bern suchen wir ab März 2023 oder nach Vereinbarung eine:n Betriebsinformatiker:in EFZ oder Informatiker:in EFZ oder eine Person mit gleichwertiger Ausbildung bzw. Berufserfahrung in vergleichbarer Funktion.

Netzwerkanlass von VMI und B’VM, 11. Januar 2023

Mit Freude schauen wir auf den Netzwerkanlass von VMI und B’VM zurück. Unsere 100 Gäste haben den Austausch rund ums Thema Wandel in Nonprofitorganisationen und die Vernetzung genossen.

Bereit für das neue Datenschutzgesetz?

Im August 2022 hat der Bundesrat entschieden, dass das neue Datenschutzgesetz (revDSG) zusammen mit der neuen Datenschutzverordnung (DSV) per 1. September 2023 in Kraft treten wird. Was heißt das nun für Ihre NPO? Dieser Artikel verschafft Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Punkte, welche umgesetzt werden müssen.

Danke Gerlinde Stöbich für 30 Jahre Pionierarbeit

1992 ist Gerlinde Stöbich zum damals in der Schweiz bereits bestehenden B’VM-Team gestossen. Zusammen mit ihrem Kollegen Andreas Kattnigg und der Aktiengesellschaft in der Schweiz, hat sie die B’VM GmbH in Linz mitgegründet und wurde Partnerin.

B’VMessage Nr. 79 – Wissensarbeit, Sponsoring und Strategie

Lesen Sie die aktuelle B'VMessage mit Fachartikel unserer Beratenden jetzt. Finden Sie heraus, welche Aktivitäten die B'VM umsetzt und/oder plant und holen sich Informationen zu Events und zu B'VM Mitarbeitenden. Viel Spass bei der Lektüre!

Agilität – etwas für Ihre Organisation?

Gärtchendenken, Innovationsstau, zu lange Entscheidungsprozesse, Bürokratie etc. Kein Wunder interessieren sich immer mehr Organisationen für Agilität und Formen der Selbstorganisation. Unser neues Angebot bringt Klarheit für Sie und Ihre Organisation.

Job
Stiftungsratmitglieder (Ehrenamt)

Zur Erweiterung des bestehenden Stiftungsrates sucht Zugang B ehrenamtliche Stiftungsratsmitglieder (m/w), die durch ihre Einstellung und ihr Engagement dem Stiftungszweck verbunden sind. Sie bringen ausgewiesene Erfahrung in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Kindsschutz oder Migration mit sowie Kompetenzen im Umgang mit den Behörden, der Politik, den Medien und der Zivilgesellschaft.

Wir sind gerne für Sie da

Nutzen Sie das Kontaktformular, schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie einfach kurz an.

Schweiz

Deutschland

Österreich

Kontaktformular