Neue Wege in der Fortbildung der GTH e.V.

Startseite Mediathek GTH

Die GTH (Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V.) ist eine medizinische Fachgesellschaft, deren fachliches Arbeitsfeld Störungen der Blutgerinnung sind. Ziel der GTH ist es, die Forschung in ihrem Arbeitsfeld zu unterstützen, wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und den aktuellen Stand der Forschung zur Behandlung der verschiedenen Krankheitsbilder durch Publikationen, Fortbildungen und Kongresse an die interessierte Ärzteschaft zu vermitteln.

Weiter- und Fortbildung ist für die GTH ein strategisch wichtiges Betätigungsfeld. Die einzelnen Veranstaltungen der GTH unterscheiden sich organisatorisch stark, je nach Inhalten und Zielgruppen. Sie fanden bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie immer als Präsenzveranstaltungen statt: in Form von Kongressen, Workshops oder als klassische Seminare. Durch die Pandemie-Verordnungen im Zuge der COVID-19 Pandemie musste als erste Veranstaltung die „Highlights 2020“ abgesagt werden. Diese zweitätige Fortbildung unter dem Dach der GTH-Akademie mit ca. 150 Teilnehmenden hätte Anfang Mai stattgefunden.

Die Absage erfolgte frühzeitig Mitte März. Zeitgleich stellt sich das Organisationsteam der Geschäftsstelle unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Andreas Tiede die Frage nach möglichen Alternativen. Motivation war, den Informationsbedarf der Community zu befriedigen, die bereits erbrachten inhaltlichen Leistungen der Referentinnen und Referenten zu honorieren und die frei gewordenen Kapazitäten der Geschäftsstelle sinnvoll für die Weiterentwicklung des Fortbildungsangebots der Gesellschaft zu nutzen.

Nach einer Evaluation der bestehenden Optionen entschied der Vorstand im März, die bestehenden Angebote der GTH Akademie um eine Mediathek zu erweitern. Ziel war eine Plattform, auf der interessierte Ärztinnen und Ärzte gesichertes und aktuelles Wissen zur Hämostaseologie „on demand“ abrufen und nutzen können.

Die Entscheidung für die Einrichtung einer Mediathek hatte mehrere Gründe:

  • Eine Mediathek ist ein Instrument, welches langfristig das Fortbildungsangebot der Gesellschaft erweitert und sich verändernde Nutzungswünsche der Community aufnehmen könnte.
  • Eine Konkurrenz zu den „traditionellen“ Veranstaltungen wird nicht gesehen.
  • Mit den Inhalten der „Highlights 2020“ stand schon attraktiver Content zur Verfügung, der für den Launch einer Mediathek nutzbar war.
  • Es bestand zeitliche Flexibilität in der Bereitstellung der Inhalte.
  • Es gab und gibt viele Ideen für relevante Inhalte über die Startphase hinaus, für die es in der GTH keine Veranstaltungsformate gibt.

Folgende Themen waren mit der Entscheidung des Vorstands zu erarbeiten:

  • Entwicklung eines didaktischen und visuellen Konzepts für eine aus Nutzersicht attraktiven Form der Wissensvermittlung.
  • Klärung der organisatorischen und inhaltlichen Details mit den Referenten, einschließlich der Vermittlung des didaktischen Konzepts, Unterstützung bei der Umsetzung.
  • Konzeption der „Mediathek“ als Instrument für Fortbildungen der GTH mit weitgehend automatisierten administrativen Abläufen.
  • Umsetzung dieser Plattform in einer nutzerfreundlichen Struktur und im Corporate Design.
  • Produktion der einzelnen Beiträge.
  • Gewinnung von Sponsoren für dieses Vorhaben, Abschluss von Sponsoring-Vereinbarungen zur vollständigen Finanzierung des Vorhabens.
  • Kommunikation und Marketing des Projekts in der relevanten Fachcommunity.

Als Zeitpunkt für den Launch wurde Juni 2020 festgelegt.

Dem Organisationsteam war klar, dass erstklassiger Content die zentrale Grundlage für hohe Akzeptanz sein würde. Die Qualität der Beiträge wird – wie das in wissenschaftlichen Gesellschaften üblich ist – durch die wissenschaftliche Leitung abgesichert, die das Niveau und die absolute Neutralität der Aussagen insbesondere im Verhältnis zu Sponsoren sicherstellt. Eine angenehme digitale Lernatmosphäre ist aber genauso wichtig für Akzeptanz und Erfolg bei Nutzern und Referenten. Neben der Nutzerfreundlichkeit war dem Team wichtig, dass sich die verschiedenen Referentinnen und Referenten ihrem Publikum gleichwertig präsentieren.

Die Realisierung erfolgte in einem agilen Projektansatz mit den Ressourcen der wissenschaftlichen Leitung und der Geschäftsstelle im „Haus der Verbände“. Unterstützung von Dienstleistern wurde für die Produktion der Beiträge, die Gestaltung der Mediathek und die Auswahl und Implementierung der erforderlichen technischen Instrumente der Website in Anspruch genommen (E-Commerce, Bezahl-Dienstleister, Learn-Management-System, Video-Plattform). Der Betrieb der Mediathek liegt vollständig in den Händen der Geschäftsstelle.

Das Ergebnis dieser Bemühungen sind in jeder Hinsicht attraktive fachliche Beiträge für die Nutzerinnen und Nutzer. Ergänzend zu den Beiträgen werden moderierte Life-Q&A-Sitzungen zu festen Terminen angeboten. Hier steht die direkte Interaktion im Vordergrund, die Sitzungen werden pragmatisch mit Zoom als Videokonferenzen durchgeführt.

Die ersten beiden Beiträge wurden am 30. Juni online gestellt. Inzwischen sind neun der geplanten Beiträge verfügbar. Die Möglichkeit, Fortbildung zeitlich und örtlich flexibel wahrzunehmen wird in der Zielgruppe sehr gerne angenommen. Die Mediathek hat inzwischen ca. 250 Abonnenten.

Sehr positiv ist auch die Rückmeldung der Referentinnen und Referenten. Hervorgehoben wird insbesondere die didaktische und methodische Unterstützung in der Aufbereitung der Inhalte für die Mediathek. Für einzelne Referenten ist das professionelle Coaching während der Aufzeichnung zudem eine neue und persönlich gewinnbringende Erfahrung. Einen besonderen Mehrwert stellen einführende Videos zu den wissenschaftlichen Beiträgen dar, die im Ergebnis hochwertige persönliche Imagefilme geworden sind.

Es zeigen sich auch die Spezifika digitaler Fortbildungsformate. Die Q&A-Sessions werden nur von wenigen Personen genutzt. Die Hürde, Fragen zu stellen scheint sehr hoch zu sein. Ein echter Dialog mit teilnehmenden Personen kommt so gut wie nicht zustande.

Das inhaltliche Konzept für die Mediathek nach der Startphase ist in der Entwicklung. Die GTH plant auch in der Zukunft, Präsenzveranstaltungen durchzuführen. Persönliche Kontaktmöglichkeit und das Pflegen von Beziehungen bleiben wichtige Elemente von Fortbildungen. Die Mediathek bedient stärker den Bedarf nach konzentrierter Informationsvermittlung mit geringem Aufwand. Die GTH hat nun Instrumente, um in der Zukunft beiden Bedürfnissen gerecht werden zu können. B’VM führt die Geschäftsstelle der GTH seit 2017 im „Haus der Verbände“ an unserem Standort in Köln. Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit der wissenschaftlichen Leitung, Referentinnen und Referenten, dem Vorstand der Gesellschaft und der Unterstützung von Sponsoren dieses ambitionierte Vorhaben in so kurzer Zeit umgesetzt zu haben. Die GTH-Mediathek können Sie hier besuchen: www.gth-mediathek.org.

Weitere Beiträge

Steuerung und Planung in agilen und selbstorganisierten Settings

Selbstorganisation und agiles Projektmanagement werden oftmals vor allem als Formen der strukturellen (Aufbau-)Organisation verstanden. Wie jedoch zeigt sich der Planungsprozess und die Strategieentwicklung in agilen und selbstorganisierten Settings? Wird da überhaupt noch auf einen grösseren Zeitraum hinaus strategisch geplant?

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum bei der B’VM, Jacqueline und Nadja!

Jacqueline und Nadja engagieren sich seit 10 Jahren für die Kundinnen und Kunden der B'VM

Arbeitswelt der Zukunft

Das vielfältige Programm der NPO Finanzkonferenz behandelte die zukünftigen Anforderungen an die Führungskräfte von NPO sowie die Veränderung der Arbeitswelt.

Bild Zusammenarbeit von Mohamed Hassan auf Pixabay
Zusammenarbeit versus Zusammenschluss, ein Kompromissvorschlag

Tipps für einen tragfähigen Zusammenschluss

Bild digitale Transformation
Perspektiven für NPOs im Zuge der digitalen Transformation

Eine besondere Herausforderung in der digitalen Transformation ist es, vor lauter Technik den Menschen nicht aus den Augen zu verlieren.

Bild Veränderung der Arbeitswelt
Corona-Learnings für NPO

Wir ziehen eine Zwischenbilanz - welche Learnings ziehen NPO aus der Pandemie?

Die grösste Satzungsänderung der Vereinsgeschichte bei der Sektion München des Deutschen Alpenvereins (DAV)

Neues Selbstverständnis und neue Strukturen für die Zukunft

Handschlag
Wie Verbände zum attraktiven Arbeitgeber werden (können)

Mit einer guten Arbeitgeberpositionierung die richtigen Menschen an Bord holen.

Bild Wissensmanagement
Wissensarbeit unterstützen

Wissen ist in der NPO-Branche meist der zentrale Produktionsfaktor, aber wie kann man Wissensarbeit unterstützen?

Bild Netzwerk Verband
Die Kunst der Rollenteilung im Verband

Grundsätzliche Erkenntnisse zur Rollenteilung zwischen der Zentrale und den dezentralen Einheiten eines Verbands.

Wir sind gerne für Sie da

Nutzen Sie das Kontaktformular, schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie einfach kurz an.

Schweiz

Deutschland

Österreich

Kontaktformular