bso – unser neuer Mitbewohner im Haus der Verbände in Bern

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Interview mit Jean-Paul Munsch, Präsident des bso, dem Verband für Coaching, Supervision und Organisationsberatung.

Was sind die Hauptaufgaben des Verbandes?

Der bso sichert die Qualitätsstandards in den drei Beratungsformaten, die er im Titel trägt (Coaching, Supervision, und Organisationsberatung). Dies tut er mit hohen Qualitätskriterien bei der Ausbildung. Da spielen unsere Ausbildungsinstitute eine wichtige Rolle. Unsere Mitglieder sind zudem in der laufenden Qualitätsentwicklung durch regelmässige Intervision, eigene Supervision und periodische Qualitätsentwicklungsrunden engagiert.

Dann vertritt der bso unseren Berufsstand in politischen Fragen, er ist Ansprechpartner für Interessierte, Journalisten/innen und Klienten/innen. So ist der bso auch für unsere Mitglieder eine Plattform, um sich über unsere Homepage präsentieren zu können. In der Pandemie konnten wir unseren Mitgliedern viele Informationen aufbereiten und zur Verfügung stellen.

Der bso ist schliesslich ein gern gesehener Partner bei Kongressen und Tagungen und trägt auch auf der europäischen Ebene die Verbandsentwicklung mit.

Der bso hatte bisher eine eigene Geschäftsstelle mit fünf Mitarbeitenden in Teilzeit. Was führte den Vorstand 2020 zum Entscheid, diese zu schliessen und nun mit B’VM zu betreiben?

Den bso gibt es seit bald 50 Jahren und er ist in dieser Zeit stetig gewachsen. Die Verbandsstrukturen sind jedoch in den letzten 10 Jahren die Gleichen geblieben. Damit stellte sich die Frage, wie wir der professionellen Entwicklung in der internen Verbandsentwicklung gerecht werden können. Wir haben auch mit externen Fachpersonen verschiedene Optionen geprüft und sind zum Schluss gekommen, dass wir diesen Weg gehen wollen.

Ihr habt euch für die B’VM entschieden, die bereits 24 Verbände im Mandat führt. Was waren die ausschlaggebenden Gründe für diesen Entscheid?

Für kleinere Verbände ist es interessant, einen Anbieter zu wählen, der schon Erfahrung im Führen von Verbänden hat. Da lassen sich gut Synergieeffekte nutzen. Wir haben von verschiedenen Anbietern Offerten einholen lassen. Die B’VM konnte uns fachlich überzeugen. Dann liess sich mit der B’VM auch ein kompetenter Geschäftsleiter in der Person von Martin Diethelm mandatieren und schliesslich gibt es eine kulturelle Nähe zur Beratung, die uns ebenfalls wichtig war.

Gab es auch Zweifel?

Im Vorstand des bso hatten wir einen langen Evaluationsprozess gestaltet. Nachdem wir entschieden hatten, diese Variante mit unseren Mitgliedern zu diskutieren und die Vor- und Nachteile abzuwägen, konnten wir die Bedenken und Fragen aufnehmen. Ein Thema war die beraterische Nähe von der B’VM zum bso. Allfällige Konkurrenz konnten wir aber über Konkurrenzklauseln lösen.

Was werden die nächsten Meilensteine für den bso sein?

Im Moment steht die reibungslose Übergabe an die B’VM im Zentrum. Es braucht eine Einarbeitungsphase, aber wir sind sicher, dass wir die Dienstleistungen für unsere Mitglieder sicherstellen können. Mittelfristig geht es darum, die angestossenen, strategischen Schwerpunkte wie Erhöhung der Sichtbarkeit, Weiterentwicklung in den Qualitätsfragen, Dienstleistungen entsprechend den Bedürfnissen der Mitglieder umzusetzen.

Vielen Dank für das Interview und auch für das Vertrauen, dass der bso der B’VM entgegenbringt. Ich freue mich auf die konstruktive Zusammenarbeit und das Finden von guten Lösungen um so den bso weiterentwickeln zu können.

Martin Diethelm

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